ABG-LIPPE Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe
 

Verbunddeponie Dörentrup


Bereits Ende der 70er Jahre war abzusehen, dass die Kapazität der Deponie Maibolte bald erschöpft sein würde. Als Standort für eine neue Abfalldeponie bot sich eine ehemalige Grube der Dörentruper Sand- und Thonwerke an. Auf dem 16 ha großen Gelände wurde vormals "Dörentruper Silbersand" abgebaut. Nachdem die Gemeinde Dörentrup in ihrem Flächenutzungsplan die ehemalige Sandgrube bereits als Platz für eine Deponie ausgewiesen hatte, konzentrierten sich die Überlegungen zur Errichtung einer Folgedeponie auf diesen Standort.

Nach Einleitung des Planfeststellungsverfahrens und Genehmigung durch den Regierungspräsidenten Detmold als zuständige Behörde konnte am 4. Februar 1983 mit der Errichtung der Verbunddeponie Dörentrup begonnen werden. Nach Beendigung der Bauarbeiten erfolgte ab August 1985 die Ablagerung von Hausmüll und gewerblichen Abfällen.

Zur Reinigung des anfallenden Sickerwassers aus der Deponie wurde eine Behandlungsanlage erbaut. Für die Reinigung wurde das Verfahren einer biologischen Vorbehandlung mit anschließender Umkehr-Osmose gewählt.

Kurzbeschreibung Sickerwasserreinigungsanlage

.

Vergrößern? Klicken Sie auf das Bild!


Durch eine restriktive Entgeltpolitik der Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe (für verwertbare Abfälle wurde der Tonnagepreis verdoppelt) sank die Menge der zu deponierenden Abfälle seit Anfang der 90er Jahre kontinuierlich. Die Auswirkungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes von 1996 führten zu einer weiteren Verringerung. Wurden 1994 noch über 100.000 Tonnen auf der Deponie Dörentrup, und der Deponie Hellsiek, abgelagert, sank die Restmüllmenge in 1998 auf nur noch 56.552 t. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung auf dem Entsorgungssektor wurde der Betrieb der Deponie Ende 1999 eingestellt. Von den vormals 4 planfestgestellten Verfüllabschnitten sind nur 2 als Deponiefläche ausgebaut. Eine zukünftige Nutzung der beiden noch nicht ausgebauten Verfüllabschnitte erscheint aus heutiger Sicht mehr als unwahrscheinlich. Vielmehr soll der Deponiekörper nun durch eine In-Situ-Niederdruckbelüftung stabilisiert, später mit einer Oberflächenabdichtung versehen und in die Nachsorge überführt werden.

Annahme von Bodenaushub

Für die Erstellung der Rekultivierungsschicht auf der Deponie Dörentrup, die voraussichtlich nicht vor 2010 stattfinden wird, benötigt die Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe Boden. Die Zwischenlagerung ist auf dem noch nicht ausgebauten 3. Abschnitt der Deponie durch die Bezirksregierung Detmold genehmigt, um über mehrere Jahre hinweg Bodenmassen für die Abschlussarbeiten anzusammeln.

Nach vorheriger Absprache kann sauberer und unbelasteter Boden für 2,50 EUR/t zzgl. Mehrwertsteuer angeliefert werden. Dieses Angebot richtet sich an Architekten, Bauunternehmer, Bauherren und Transporteure. In Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden wurde ein Formblatt entwickelt, mit dem die Herkunft, die Menge, die vorherige Nutzung dokumentiert werden müssen. Da seit Ende 1999 kein regulärer Deponiebetrieb mehr stattfindet ist eine Anlieferung von Bodenaushub in jedem Fall vorher mit der Betriebsleitung abzusprechen.
Nähere Informationen zur Abwicklung und Anlieferung sind unter der Rufnummer 05261/948715 zu erhalten.


 
Seite ausdrucken
Volltext-Suche | Startseite
visit lippe.biz