Rund ein Drittel unseres Hausmülls besteht aus organischen
Abfällen, die zu hochwertigem Kompost verarbeitet und der
Natur wieder als Nährstofflieferant und Bodenverbesserer
zugeführt werden können. Damit dieser Kreislauf funktioniert,
ist es wichtig, dass die Biotonne nur mit kompostierbaren Abfällen
befüllt werden darf. Hierzu gehören:
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Küchenabfälle
Speisereste(auch verdorbene)
Teebeutel/-reste
Kaffeefilter
Eierschalen
Knochen Fleischreste
altes, ranziges Speiseöl
kaltes Frittierfett
Obstreste
Bananenschalen
Apfelreste
Obstschalen
Schalen von Citrusfrüchten
Gemüseabfälle
Karottenkraut
Kartoffelschalen
Erbsenschoten
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Reste vom Gemüseputzen
Gartenabfälle
Rasenschnitt
Laub
Äste/Zweige
Blumen
Wildkräuter
Heckenschnitt
Blumenerde
Topfblumen
Kohlstrünke
Reisig/Buschwerk
Kleintierstreu
Vogelsand
Katzenstreu
Kleine Papierreste
Papiertaschentücher
Küchenkrepp
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Nicht in die grüne Tonne gehören:
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Dosen/Metalle, Kunststoffe z.B. Plastikbeutel, Biofolien,
in Folie eingepackte Lebensmittel, Restmüll z.B.
Staubsaugerbeutel, Kehricht, Windeln, Zigarettenkippen,
behandeltes Holz, Hygieneartikel, verwertbares Altpapier,
Asche, Textilien und Stoffe
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| Tipp: |
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Verwerten Sie ihre eigenen organischen Abfälle
und produzieren Sie ihren eigenen Dünger durch
Eigenkompostierung. |
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Nutzen Sie den Rasenschnitt als Mulchmaterial. |
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Igel und andere nützliche Tiere finden in einem
Reisighaufen in ihrem Garten Unterschlupf. |
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Plastikmülleimerbeutel sind NICHT kompostierbar
und deshalb nicht für die grüne Tonne zugelassen!
Zur Handhabung:
Legen Sie den Kücheneimer mit Papier aus oder verwenden Sie
Papiertüten, wenn Sie die kompostierbaren Abfälle nicht
lose in den Eimer geben wollen. Eventuell vorhandene Nässe
wird von Papiertüten aufgesaugt und es entsteht kein unangenehmer
Geruch, der lästige Fliegen oder andere unerfreuliche Besucher
anzieht. Wenn Sie in der Küche nicht auf Plastikmülleimerbeutel
verzichten wollen, so sind diese, nachdem der Inhalt in der Grünen
Tonne entleert wurde, über die graue Reststofftonne zu entsorgen.
Was geschieht mit den Abfällen, die in der grünen
Tonne gesammelt werden?
Die Abfälle aus der grünen Tonne werden im Kompostwerk
Lemgo maschinell verarbeitet. Das angelieferte Material wird zerkleinert
zwei bis vier Tage vorkompostiert. Anschließend wird der
Bioabfall drei Wochen unter Sauerstoffausschluss in den Fermentern
vergoren. Hierbei entsteht Biogas, das zur Stromerzeugung genutzt
wird. Nach der Entwässerung wird das Material weitere drei
Wochen kompostiert. Der fertige Kompost steht nun den Abnehmern
aus Landwirtschaft, Kommune, Forstwirtschaft sowie Gartenbaubetrieben
zur Verfügung.
Bei der maschinellen Aufbereitung stören selbst kleinste
Fehlsortierungen. Plastiktüten, Stofffetzen, Windeln oder
ähnliches können sich in den Förderaggregaten verfangen
und diese verstopfen. Plastiktüten verrotten nicht und müssen
unter hohem Aufwand aus dem Endprodukt LIPPE-KOMPOST
herausgesiebt werden.
Vorraussetzung für eine gute Kompostqualität ist
und bleibt eine genaue Sortierung!
Seit einiger Zeit werden im Handel Kunststoffmülleimerbeutel
angeboten, die gemäß Hersteller "biologisch abbaubar"
bzw." kompostierbar" sein sollen. Auch diese Beutel
sind für die grüne Tonne aus folgenden Gründen
NICHT zugelassen:
Ein Teil der zum Verkauf angebotenen Produkte besteht aus einem
Gemisch von Polyäthylen (reiner Kunststoff) und Stärke.
Bei diesen Tüten verrottet nur die Stärke, der Kunststoff
bleibt in kleinen Fetzen zurück. Andere biologisch abbaubare
Tüten sind als solche nicht zu erkennen und können somit
bei der Sichtkontrolle durch die Müllwerker oder Abfallberater
nicht als abbaubare Folien identifiziert werden. Kunststoffbeutel
führen dazu, dass sich feuchte Abfälle unter Luftabschluss
zersetzen. Die Folge sind Feuchtigkeit und Geruchsprobleme. Papiertüten
oder einige Lagen Zeitungspapier hingegen saugen die überschüssige
Feuchtigkeit auf und lassen sich zu 100 % rückstandsfrei
kompostieren.