ABG-LIPPE Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe
 

Eigenkompostierung


Betreiben Sie die natürlichste Art der Abfallvermeidung!

Aus Küchen- und Gartenabfällen wird hierbei auf natürliche Art und Weise ein wertvoller Dünger hergestellt.

Pflanzen entziehen dem Boden durch ihr Wachstum Nährstoffe, die ihm durch den Einsatz von Kompost wieder zugeführt werden. So wird ein natürlicher Kreislauf geschaffen.
Durch die Kompostierung der organischen Bestandteile kann bis zu 40% unseres Hausmülls verwertet werden. Wir reduzieren dadurch nicht nur Abfälle, sondern erhalten gleichzeitig einen natürlichen Dünger bester Qualität, der für gesunde, kräftige Pflanzen sorgt und sogar Schädlinge fern halten kann. Darüber hinaus gilt Kompost als ein hervorragender Bodenverbesserer, schwere Böden werden aufgelockert, sandige Böden gebunden, Wasser- und Lufthaushalt des Bodens werden optimiert.

Mit dem Einsatz von Kompost statt Torf können wir den Torfabbau bremsen. Torf lässt sich durch Kompost in nahezu allen Einsatzbereichen im Hausgarten ersetzen. Hoch- und Niedermoore bieten einen Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Wenn wir verhindern wollen, dass dieser zerstört wird, müssen wir auf den Einsatz von Torf verzichten!

Was kann kompostiert werden?

strukturreiche Abfälle strukturarme Abfälle
- Baumschnitt - Laub, Moos, Fallobst
- Heckenschnitt - Kaffeesatz, Teereste
- Schilf - Obstreste, Speisereste
- Kohlstrünke - Sägespäne, Rasen
- Papierttücher - Eierschalen, Wildkräuter
- Stroh - Topferde
- Reisigmaterial - Blumen, Baumnadeln
- Stauden - Gemüseabfälle

Nicht auf den Kompost gehören:

- buntbedrucktes Hochglanzpapier
- Staubsaugerbeutel
- kranke Pflanzenteile
- Asche von Kohlen und Briketts
- Zigarettenkippen und -asche
- Samen- und Pflanzenteile von invasiven Pflanzen



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Als Faustregel gilt: alle Abfälle immer gut mischen (z. B. feuchtes Material mit trockenem oder grobes mit feinem), nie zu viel von einer Abfallart auf einmal aufbringen.

Sperrige Abfälle, wie Gehölzschnitt, müssen vorher zerkleinert werden. Auch Essensreste lassen sich kompostieren, um kein Ungeziefer oder Lästlinge anzulocken, sollten sie allerdings immer abgedeckt werden. Der Komposthaufen wird möglichst an einem windgeschützten, halbschattigen Platz ebenerdig auf dem naturbelassenen Boden angelegt. So wird er vor zu starker Austrocknung im Sommer geschützt und Bodenlebewesen haben die Möglichkeit einzuwandern. Um eine ausreichende Erhitzung des Materials zu gewährleisten, sollten zunächst einige Abfälle gesammelt werden. Den Lebewesen im Komposthaufen muss ständig genug Sauerstoff zur Verfügung stehen, andernfalls kann es zu übelriechenden Fäulnisprozessen kommen. Es ist sinnvoll, die unterste Schicht aus grobem, strukturreichem Material (z. B. Holzhäcksel) anzulegen.

Auf diese Weise wird die Bildung von Staunässe am Mietenfuß verhindert. Auch während der weiteren Aufschichtung muss die gute Durchlüftung ständig beachtet werden. So sollten z. B. niemals größere Mengen von Rasenschnitt auf einmal aufgebracht werden, sondern im Wechsel mit Strukturmaterial. Abschließend werden die Abfälle mit Erde oder Stroh abgedeckt, um den Komposthaufen vor der Austrocknung oder Vernässung zu schützen.

Außerdem dient diese Abdeckung als Wärmedämmung, die den Rotteprozess beschleunigt. Die Anwendung des fertigen Kompostes erfolgt im gesamten Gartenbereich, einzige Ausnahme sind Moorpflanzen wie Rhododendron, Erika und Azalee. Ob als Mulchmaterial unter Büschen und Sträuchern oder zur gezielten Düngung bei Gemüse oder Blumen, überall kann Kompost zur düngenden Bodenverbesserung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit beitragen.

Tipp:

  • Garten- und Landschaftsbaubetriebe bieten Häckseldienste an.
  • Geschlossene Kompostbehälter ermöglichen eine Kompostierung auch dort wo wenig Platz ist.
  • Nutzen Sie Zweige, Rasenschnitt und Laub zum Anlegen eines Hügelbeetes.

Vorteile der Kompostierung:

  • Gewinn von natürlichem Dünger
  • Schonung der Moore durch den Verzicht auf Torf
  • Verwertung der eigenen Küchen- und Gartenabfälle

Fragen zur Eigenkompostierung beantwortet die Abfallberatung.
Hier erhalten Sie auch den kostenlosen Kompostratgeber.


 
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